Olmütz - Olomouc

September 03, 2018

Wie die berühmten Collegebrunnen in Oxford in England pflegen auch die Olmützer Brunnen von den Studenten der Universität mit Vorliebe als Bad frequentiert zu werden. Interessant ist, dass die Studenten bei dieser Hygieneaktivität gewöhnlich der nächtlichen Dunkelheit den Vorzug geben, obwohl sie nicht befürchten müssen, öffentliches Ärgernis zu erregen, weil sie grundsätzlich angekleidet baden und des öfteren im Wasser einen Hut vergessen.“,

schrieb Jan Skacel in dem Text mit dem Titel „Welches Olmütz“.  Zusammen mit dem Fotografen Antonin Gribovsky erschien 1968 der Band Omütz, nunmehr nur mehr antiquarisch verfügbar.

Olomouc_by_Nadja Meister_IMG_7836Olomouc_by_Nadja Meister_IMG_7836 Wir hielten Nachschau und müssen feststellen, dass die StudentInnen von heute wohl nicht mehr der Vielzahl an Brunnen bedürfen um sich der Basishygiene zu widmen. Olmütz ist aber auch stets eine Reise wert, denn diese Stadt, die viele nur mit einer olfaktorisch prägnanten Käsesorte verbinden, hat weit mehr zu bieten.

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Da sind - zurück zum Ausgangspunkt - die vielen Brunnen, denen 2002 ein weiteres Kleinod hinzugesellt worden ist: der Arionbrunnen aus der Hand von Ivan Theimer. Ivan Theimer hat das örtliche Museum 2014 eine bemerkenswerte Werkschau gewidmet, die es allemal auch über die Landesgrenzen schaffen sollte!

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David Cerny hat der Stadt ein Werk gewidmet, welches Witz, Humor und Aufmerksamkeit verbindet. Der Dieb auf der Fassade des Museums - animiert und nicht sprachlos...

2018 ist Otto Wagner in Wien eine große Ausstellung gewidmet. Olmütz kann auch mit Otto Wagner auswerten: der Villa Primavesi.

Olomouc_by_Nadja Meister_IMG_7940Olomouc_by_Nadja Meister_IMG_7940 Olomouc-Olmütz ist eine jung gebliebene Stadt. Das sieht und spürt man an vielen Ecken und Plätzen. Allemal eine Reise wert...

zu meiner Galerie Olmütz-Olomouc

P.S.: In den frühen 60er Jahren des 20.Jahrhunderts war Jan Skacel in Wien und erwies sich als scharfer, typisch mährischer, Beobachter

P.P.S: Im Sommer 1989 bekam Jan Skacel den Petrarka-Preis. Peter Handke hielt die Laudatio. Im gleichen Jahr erhielt Skacel auch den Vilenica-Preis. Lojze Wieser hat hierzu eine prägnante Erinnerung verfasst.
 


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